Warum unsere Schafe im Februar lammen

Da es viele Fragen und Anrufe gab, warum wir unsere Schafe im Februar lammen lassen, hier einmal ein paar Infos dazu:

Die Lammzeit wurde für Februar 2026 aus folgenden Gründen geplant: 

Vorrangegangene Ablammungen, die Ende März stattfanden, haben uns gezeigt, dass diese Rasse auf diesem Standort dazu neigt zu verfetten. Daraus resultierten übermäßige Verluste durch Rückenlieger und Schwergeburten. Dass die vorgezogene Lammzeit Risiken birgt, ist uns bewusst. 

Wir haben Erfahrungen mit Kälteeinbrüchen von bis zu −15°C im März und konnten keine erhöhten Verluste an Lämmern feststellen. 

Die lammende Herde umfasst keine Erstgebärenden und durch Selektion und über Generationen hinweg sind die Schafe an Ablammungen im Freien gewöhnt. Lammende Schafe separieren sich von der Herde und gewährleisten eine schnelle Kolostrumaufnahme sowie eine gute und stabile Mutter-Kind-Bindung.

Da unter der Schneedecke bestes Weidelgras wächst und die Tiere durch den Pulverschnee gut an das Futter kommen, wird zur Zeit nicht zugefüttert. Die hohen Kolostrummengen der Mutterschafe und die vitalen Lämmer bestätigen uns dies. 

Die Verluste an Lämmern bewegen sich auf einem normalen Niveau für Freilandablammungen. 

Kolkraben sind und bleiben ein Thema, auf das wir in Vergangenheit mit Vergrämung durch Entnahme von Jungvögeln durch einen Jäger reagierten. 

 

Zwei Vorteile, die zum Tragen kommen, sind, dass der Rotfuchs noch kein Futter für seine Jungen benötigt und dass der Keim- und Parasitendruck sehr niedrig sind. So werden ebenfalls Lämmerverluste reduziert. 

Wir gewährleisten bis zu fünf Kontrollen am Tag. Bei auffälligen Ablammungen wird gewartet und beobachtet, ob die Lämmer innerhalb von 30 Minuten Kolostrum aufnehmen und die Mutter sich kümmert. Sollte das nicht der Fall sein, werden die Lämmer mitgenommen und von uns mit Wärmelampe und Milch versorgt. 

 

Wir stehen in engem Kontakt mit dem Kreisveterinäramt, dass sich bereits einige Male direkt vor Ort ein Bild von der Situation gemacht hat. Der zuständigen Amtstierarzt Dr. Aldinger schrieb: "Die Lämmer sind wohl auf und die Mutterschafe sind in sehr guter Kondition und haben ausreichend Milch für den Nachwuchs.  Das ist wesentlich für die Lämmer zur Deckung des Energiebedarfs und das Fell isoliert von außen. Der Tierhalter ist ständig vor Ort und kümmert sich um seine Tiere."

 

 

Die Schäferei Gut Othenstorf